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MaasMedia Vol. 41
BERGHAIN NOVELLE
der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung mit einem Text von
Lukas Feireiss und Abbildungen von Matias
Bechtold, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, MV.Stein
Seiten: 40
4/4 farbig
Rückendrahtheftung
Format: 14,8 cm x 21,0 cm
ISBN: 978-3-940999-23-8
Preis: 5 Eur
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| Inspiriert
von Hermann Skadus‘ titelgebender Berghain
Novelle (1954), versammelt die Ausstellung in
der Galerie Laura Mars Grp. erstmalig vier
Positionen von fünf Künstlern, die sich auf unterschiedlichste
Weise sowohl Skadus‘ verschollener und wieder entdeckter
Erzählung als auch dem gleichnamigen international gefeierten
Club Berghain in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs in ihren
Werken künstlerisch-interpretierend nähern. Dabei
reichen die ausgestellten Werke von Lukas Feireiss,
Matias Bechtold, Alekos Hofstetter, Florian Göpfert und
MV.Stein von Zeichnungen, Scherenschnitt, Skulptur
und Installation bis hin zu Animationsfilm und veranschaulichen
deutlich die Vielfalt und Komplexität der hier aufeinander
treffenden Bedeutungsebenen.
Skadus’ Erstlings- und Einzelwerk Berghain
Novelle gilt unter Germanisten und Bibliophilen
als ebenso seltenes wie gefragtes Sammlerstück. Es befindet
sich heute fast ausschließlich in Privatbibliotheken
im In- und Ausland. Nur wenige Tage vor seinem bis heute ungeklärten
Verschwinden im Frühjahr 1954, gab Skadus die Novelle
in einer limitierten Auflage von nur hundert Stück im
Eigenverlag in den Druck. Skadus wortgewaltige und tiefgründige
Erzählung folgt dem Protagonisten, einem Architekten
namens Alberich, auf seiner traumartigen Suche in die beklemmende,
labyrinthische Schattenwelt eines verlassenen Heizkraftwerkes
im Zentrum Berlins. In kafkaesker Tradition gelingt es Skadus
das Suchen um des Suchens willen als das düstere Bild
darzustellen, das dessen Absurdität, Ausweg- und Sinnlosigkeit
als auch die innere Verzweiflung des Protagonisten dem Leser
erbarmungslos vor Augen führt. Verfolgt von Stimmen und
Schatten des Zwiespalts und des Zweifels durchstreift Alberich
die gewaltigen menschenleeren Räume einer vermutlich
von ihm selbst entworfenen industriellen Anlage. Echos einer
längst vergangenen oder noch kommenden Zeit? Erinnerung
oder Vision? Nur Andeutungen geben dem Leser Hinweise in diesem
dichten narrativen Geflecht. In seiner komplex verschachtelten
Erzählweise nimmt Skadus dabei Bezug auf deutsche Nationalepen,
wie auf die phantastische Literatur eines E.T.A. Hoffmann
oder die Schriften eines Gustav Meyrink aber auch auf Klassiker
des expressionistischen Films.
Mit freundlicher Unterstützung von
karhard architektur + design, Berlin und der OstGut GmbH,
Berlin
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